Der Zarenlandsitz Ismajlowo des 17. Jahrhunderts am Ufer des Serebrjanka-Flusses ist ein unglaublich malerischer Ort. Einstmals jagte man hier Falken, machte kurze Schifffahrten und Aufführungen im Haustheater. Der Zar, Ivan der Schreckliche, schenkte diesen Hof dem Bruder seiner ersten Ehefrau.
Heute stellt der Hof Ismajlowo einen kleinen Museumskomplex mit der Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kathedrale, dem Fürstentor aus dem 17. Jahrhundert, sowie dem Brückenturm mit einem Museum dar. In der Exposition sind seltene Manuskripte, alte Drucke, Kacheln, sowie die altrussische Kunstmalerei präsentiert. Nicht weit davon ragen Knuspertürmchen des 1998 „wiederaufgebauten“ Kremls von Ismajlowo empor. Auf dessen Territorium befindet sich das Kultur- und Unterhaltungszentrum mit dem Museum für Brot und russischen Wodka, dem Museum der russischen Esskultur und dem Schmiedehof, einer Töpferei und einer Schokolaterie.
Im Kreml von Ismajlowo befindet sich eine Miniaturen-Stadt unter dem Namen „Russischer Hof“. An Feiertagen kommen hier tausende Gäste und Touristen zusammen. Am Hauptplatz mit Straßenpflaster, Läden, Museen und Cafés befindet sich auch noch ein Teich. Hier werden oft laute und freudvolle Hochzeiten gefeiert, da der Kreml über seinen eigenen Eheschließungspalast verfügt. Im Kreml von Ismajlowo wird unter anderem eine der bekanntesten und landesgrößten Messen «Vernissage in Ismajlowo“ durchgeführt. Ein reger Markt wird hier veranstaltet, wo man einzelartige Handmade-Souvenirs von bekannten Meistern aus Schostowo, Paleca, Gschel und Sergijew Possad einkaufen und in der Künstlerallee, wo über hundert russische und ausländische Künstler ihre Werke ausstellen, eines der Gemälde nach seinem Belieben auswählen kann. Und in den Reihen des Floh- und Antiquitätsmarktes kann man wie in einem Museum spazieren.