Das historische Museum wurde in Wladimir im Jahre 1862 eröffnet. Heute befindet es sich in einem Gebäude aus roten Gehrenziegeln, welches 1906 für Bibliothek, Archiv und Museum gebaut wurde. Die Fassade ist mit Kacheln aus dem 17. Jahrhundert verziert, der Eingang hat eine Freitreppe und ist durch einen Balkon überdacht.
2003 wurde die Exposition des historischen Museums komplett erneuert. Jetzt zeigt sie die Geschichte der Wladimirer Region bis Februar 1917. Man kann hier einmalige Funde aus dem Lagerplatz der Cro-Magnon-Menschen sehen, welche Archäologen an der Stelle gefunden haben, wo das Flüsschen Sungir in die Kljasma mündet. Das Alter des Lageplatzes wird auf 30 Tausend Jahre geschätzt. Unter den Fundstücken befindet sich das berühmte Sungir-Pferdchen, ein winziges, aus Mammutstoßzahn geschnitztes Figürchen. Dank der rekonstruierten Gegenstände kann man sich vorstellen, wie die Altmenschen aussahen, was für Sachen sie anhatten. Eine Ausstellungshalle ist den Wladimirer Fürsten Andrej Bogoljubski und Wsewolod Bolschoje Gnesdo und der Christianisierung der Rus gewidmet. Hier sind ein aus weißem Stein gemeißeltes Kreuz aus dem 12. Jahrhundert und Kopien der berühmten Ikonen ausgestellt. Der Zeitraum der mongolischen Fremdherrschaft ist durch einen im Jahre 1993 gefundenen Schatz vertreten, welcher aus Kreuzen, Ikonen und Schmuckstücken bestand. Im zweiten Stock des Museums werden Dokumente, Waffen, Münzen aus der Herrschaftszeit Peters I., alltägliche Gegenstände ausgestellt. Es gibt Informationen über den Sohn von Wladimir, den Antarktika-Entdecker Admiral Lasarew. Das 19. Jahrhundert ist durch Kristall- und Porzellanerzeugnisse aus den Fabriken von Netschajew-Malzow und Kusnezow, sowie durch Textilien und Ikonen vertreten.