Das Museum Gorki Leninskije bei Moskau ist ein unikaler Ort. Dies ist nicht nur einer der wenigen gut erhalten gebliebenen mittelgroßen Landsitze Russlands des 19. Jahrhunderts, mit einem malerischen Park rings herum und einem Museum des bäuerlichen Lebens. Sondern das ist auch ein Ort, wo der Hauptideologe der Oktoberrevolution Wladimir Lenin seine letzten Lebensjahre verbrachte. Der im 18. Jahrhundert eingerichtete Landsitz hatte mehrere Eigentümer, unter denen auch der bekannte russische Literat Alexander Pisarew, die Millionärin Morosowa und der Moskauer Stadthauptmann Rheinbott waren. Doch eine wahre Popularität gewann es, nachdem hier 1921 Lenin wohnte, der auch hier nach drei Jahren starb. 1949 wurde der Landsitz zum Museum und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Heute kann man sich im Museum mit einem Rundführungsleiter das ehemalige Herrenhaus mit den authentischen Möbeln aus dem 18.-20.Jahrhundert, sowie der Gemäldesammlung, anschauen. Innerhalb des Hauses ist die Gedenkeinrichtung beibehalten, all die Sachen, mit denen Lenin wohnte und arbeitete, bis auf das Geschirr und Medikamente, die er einnahm. Die Bibliothek mit einem Bestand von 40.000 Büchern der Familie Uljanow, sowie der 1922 in Großbritannien angeschaffte und für russische Straßen, von den Arbeitern des Putilow-Werkes umgebaute Rolls-Royce, sind sehr beeindruckend. Dies ist der einzige Rolls-Royce in der Welt mit einem Zwitterfahrwerk! Nicht weit von Gorki Leninskije liegt das gigantische Lenin-Museum. Das Gebäude wurde 1987 errichtet und in Marmor und rotem Kalktuff bekleidet. Innerhalb des steinernen Kolosses wurde ein Museum im Stil der 1970-er organisiert. In den Schaufenstern sind Dokumente, Fahnen, Bücher, Abzeichen, Fotos, sowie die Manuskripte der Reden von Lenin und Filmchronikbilder ausgestellt. Der Eindruck vom Museum wird noch durch einen schönen Park, der den Landsitz umgibt, durch eine wunderbare Lindenallee und den 400-jährigen Rüster verstärkt. Daneben befindet sich ein kleineres Museum des bäuerlichen Lebens, wo man eine Tasse Tee aus dem Samowar trinken und sich von den gefüllten Teigtaschen aus dem Ofen verführen lassen kann.