Die Kalamita-Festung und das St. Klement-Höhlenkloster in Inkerman wurden im Berg auf dem rechten Ufer des Flusses Tschjornaja, tief in der Bucht von Sewastopol gebaut. Der Legende nach wurde die erste St. Apostel Andreas-Kirche im Fels vom Römischen Papst Klement I. gehaut, den der römische Kaiser Trajan im Jahre 98 in die Steinbrüche von Inkerman wegen Verkündigung des Christentums geschickt hatte. Übrigens ist es interessant, dass viele Bauten im Römischen Reich mit den Steinen aus Inkerman verkleidet waren.
Die Geschichtsforscher bewiesen, dass die Byzantiner im VI. Jahrhundert vor der Kalamita die ersten Bauten auf der Bergspitze errichteten. 1427 baute der Fürst Alexej von Feodora, der ein Bündnis mit dem Krimkhan schloss und mit Genuesen konkurrierte, eine neue Festung auf dem alten Fundament. In ihrer Blütezeit war die Festung Kalamita mit einem Graben und einer Mauer mit fünf 10 bis 12 Meter hohen Türmen umschlossen. 1475 war die Festung gefallen. Ihre neuen Inhaber – Osmanen – nannten sie Inkerman. Am Ende des XVII. Jahrhunderts wurde die Kalamita geleert. Einen starken Schaden bekam die Festung im Zweiten Weltkrieg, nur ein Mauerturm ist erhalten geblieben.
Das Mönchskloster mit drei Grottentempeln, darunter auch der St. Klement-Tempel, wurde am Fuß des Felsens in den VIII. – IX. Jahrhunderten gebaut. Es wird zu den ältesten Höhlenklostern auf der Krim gezählt! Unter den Türken war das Kloster in die Rapusche gegangen, aber nach dem Beitritt der Krim zu Russland begann sein Wiederaufleben als das St. Klement-Höhlenkloster in Inkerman. Später restaurierte man die Grottentempel und man fügte noch die Trinitatiskirche und auch die St. Panteleimon-Kirche hinzu, die aber in der Sowjetzeit zerstört wurde. Eine neue Entwicklungsstufe des Klosters begann 1991, als hierher die Mönche wiederkehrten. Heutzutage werden im Kloster die Gebeine von St. Klement aufbewahrt, den man nach Befehl vom Kaiser Trojan in Chersones ertränkte.