Die Erscheinungskathedrale im sibirischen Barock ragt direkt im Zentrum von Tomsk hervor, in der Nähe der Mündung des Flusses Uschaika in den Tom. Die erste orthodoxe Kirche wurde an dieser Stelle Mitte des XVII. Jahrhunderts gebaut. Nach dem nächstfolgenden Brandfall beschloss man einen steinernen Tempel zu errichten. Die Bauarbeiten für die moderne Kathedrale fingen 1777 an. Der Bau der Kathedrale wurde ausschließlich privat gespendet. Die obere Etage baute und weihte man 40 Jahre später als die untere, im Jahre 1817 ein. Gerade in der Erscheinungskathedrale erklärte man am 6. August 1804 die Bildung des Tomsker Gouvernements, dessen Hauptstadt Tomsk wurde.
Im ХХ. Jahrhundert wurde die Kathedrale stark beschädigt. Ihr neues Leben begann im Jahre 2003. Bei der Kathedrale ist jetzt ein Museum geöffnet, wo man die alten Bücher, auch aus der kirchlichen Bibliothek, sehen kann. Ende des XIX. Jahrhunderts zählte sie 400 Bände. Außer Büchern werden alte Ikonen und Devotionalien exponiert. Man kommt in die Kathedrale, um die Gebeine des Heiligen Panteleimons zu berühren und ihn um die Heilung zu bitten. Jeden Mittwoch wird das Heiligtum in der Kathedrale ausgestellt. Im Altar wird das Kruzifix mit einem Teil des Heiligen Kreuzes bewahrt.