Peter I. stiftete die heilige Stätte als ein Männerkloster an dem Ort, wo, so glaubte man damals, 1240 die Schlacht an der Newa stattgefunden hatte. In jener Schlacht hatten die russischen Heere unter der Anführung Alexander Newskis die Schweden besiegt. Das Kloster wurde 1710 nach einem Projekt Domenico Trezzinis erbaut. Die anderen Bauten, (Kirchen, Klosterzellen, die Gemächer des Metropoliten), waren symmetrisch einander zugeordnet. Der ursprüngliche Gedanke war, dass das Kloster zu einem Vorposten im Südosten der neuen Hauptstadt wird, zu dessen Mittelpunkt man vom Kloster aus eine Straße verlegt hatte – die „Newskaja perschpektiva“, (jetzt - Prospekt). Ende des 18. Jahrhunderts erhielt das Kloster den Status einer Lawra, (ein Ehrentitel für Kloster im orthodoxen Mönchtum, der auf einen besonders hohen historischen und geistigen Stellenwert hinweist).
Einer der ersten Bauten des Alexander-Newski-Klosters ist die Blagoweschenskij Kirche (Mariä-Verkündigungskirche), wohin ursprünglich die Reliquien von Alexander Newski 1724 verlegt worden waren. Heute befinden sich hier die Überreste von Anna Leopoldowna und Suworow. In der Gruft einer anderen, zum Kloster gehörenden Kirche liegen Fonvisin, Glinka, Shukovskij, Tschajkowski, Komissarschewskaja und andere Verstreter der russischen Kultur begraben. Zusammen mit der Tichwin-Gruft gehört dieser Friedhof dem Museum für Stadtskulptur an. Das Hauptgebäude im Ensemble des Klosters ist das Troizkij-Kloster (Dreifaltigkeits-Kloster). Das erste Kloster aus der Epoche Peters I., wurde Mitte des 18. Jahrhunderts zerlegt; Der jetzige Bau im Stil des frühen Klassizismus entstand zu Zeiten Katharina der II. Heute ist es im Betrieb; Es hat eine Kuppel, zwei Glockentürme, eine mit Basreliefs verzierte Stuckwand mit Motiven aus der Bibel, Statuen von Heiligen, eine mit Marmor verkleidete Ikonostase. Seine wichtigsten Kostbarkeiten sind die Reliquien von Newski, die Arche der Heiligen und die Ikone mit der Mutter Gottes „Newskaja Skoroposluschniza“ („Die Schnellhörige“).