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Koblenz – das Weindorf und die Festung am Zusammenfluss von Rhein und Mosel

Die Stadt Koblenz, die sich an den Ufern der zwei berühmten Flüsse - Rhein und Mosel – befindet, erinnert bereits an die Zeit, wo Festungen von Römern und Barbaren errichtet wurden. Die fruchtbaren Böden in der Umgebung der Stadt waren schon immer für ihre Weinberge bekannt. Deswegen gilt die Region sowohl für ausländische als auch deutsche Touristen als eine Attraktion. Zahlreiche gemütliche Weinkeller und das berühmte Weindorf ziehen sowohl die leidenschaftlichen Liebhaber des Moselweins als auch diejenigen, die edle lokale Weine kosten möchten, an. 

Koblenz wurde von den Römern errichtet, als diese die einzigartige Lage der Region bzw. das fruchtbare Land am Zusammenfluss von Rhein und Mosel, für sich beansprucht hatten. Die Stadt wurde bereits im 9. Jahrhundert vor Christus errichtet und galt als Militärlager. Die Stadt wurde von römischen Feldheeren als «Castellum apud Confluentes» (deutsch «Kastell bei den Zusammenfließenden») genannt. Das Folgeleben von Koblenz hat sich im Wesentlichen durch seine geografische Lage herausgebildet. Ende 18.- Anfang 19. Jahrhunderts gehörte die Stadt zu Frankreich. Frankreich hatte nämlich die Stadt während des ersten Koalitionskrieges besiegt, das eigene Verwaltungssystem in der Stadt eingeführt und das französische Departement namens «Rhein und Mosel» gegründet. Erst im Jahre 1814 wurde die Stadt wieder in Deutschland eingegliedert. Der Erste Weltkrieg hat jedoch einige Berichtigungen in der Stadt gemacht. Im Jahre 1918 sind die amerikanischen Truppen in Koblenz einmarschiert. Als sie 5 Jahre später die Stadt verließen, hatten sie die Stadtverwaltung...den Franzosen übergegeben! Erst Mitte der 1930er Jahre hatten die französischen Truppen endgültig die Stadt verlassen. Nur einige Gebäude, wie der Jesuiten Baukomplex im Barock-Stil und die neben dem Rathaus befindliche Fontäne, erinnern an die damalige Angehörigkeit zu Frankreich.

Die Hauptsehenswürdigkeit der Stadt ist die Festung Ehrenbreitstein, welche im 12. Jahrhundert auf einem hohen Berg über dem Rhein errichtet wurde. Sie ist die zweitgrößte bis heute erhaltene Militäranlage Europas. Um die Festung Ehrenbreitstein zu erreichen, kann man die Drahtseilbahn benutzen. Sie gilt übrigens als eine der längsten Drahtseilbahnen in Deutschland. Aus dem Fenster der Drahtseilbahnkabine ist eine herrliche Aussicht über die Stadt und Umgebung sowie auch über den Rhein und die Mosel zu genießen. Neben der Festung wurde im Jahre 2001 ein angenehmer Park angelegt.

Die Perle und gleichzeitig die Hauptattraktion für Touristen ist das in ganz Europa berühmte Weindorf Koblenz. Dort besteht zum einen die Möglichkeit, nur den Hauswein, der dort gewachsenen und gerade gepflückten Weintrauben, zu verkosten und zum anderen auch ein bisschen länger im Weindorf zu verweilen, um das leckere Abendessen zusammen mit der Weinverkostung zu genießen. Moselwein wird dort auf jeden Fall angeboten und ohne Ausnahme von allen verkostet. Die anderen dort angerichteten Weine, wie zum Beispiel die Weine aus den Regionen Ahr, Rheingau und Mittelrhein, stehen jedoch dem Moselwein in nichts nach. Außer dem Wein kann man dort auch ein Bier und Leberknödel probieren. Die Spezialität der Region ist der Sauerbraten bzw. das gegrillte Rindfleisch, das in der Sauersoße mariniert wird. Aus der Zeit, als die Stadt noch zu Frankreich gehörte, gibt es dort noch heute die leckeren französischen Spezialitäten wie die Elsässer Winzerpastete, die Paté de Foie gras und die normannischen Austern, welche apropos perfekt zu Moselwein passen! 

Noch eine Stadtattraktion ist das Kurfürstliche Schloss. Das Schloss wurde Ende des 18. Jahrhunderts im neoklassischen Stil errichtet. Die gute Lage des Schlosses am Rheinufer sowie auch die Majestät und Schönheit des Gebäudes wurden ehemals von Kaiser Wilhelm I. während seines Besuchs zur Kenntnis genommen. Noch ein Ort in Koblenz, welcher mit dem Namen des Kaisers Wilhelm I. verbunden ist, ist das Deutsche Eck. Das Deutsche Eck stellt die künstlich erschaffene Landzunge am Ort der Moseleinmündung in den Rhein dar. Auf dem Deutschen Eck befindet sich die riesengroße Statue vom Wilhelm I., die nach dem Befehl von seinem Enkel bzw. dem Kaiser Wilhelm II., errichtet wurde. Kaiser Wilhelm II. wollte damit an seinen Großvater, der im Jahre 1871 alle deutschen Länder vereinigt hatte, erinnern. Während einer Stadttour sollte man unbedingt das Gebäude der Deutschordenskommende aus dem 13. Jahrhundert besichtigen. Heute befindet sich dort das Ludwigmuseum mit einer Kollektion aus moderner Kunst. Noch einen Besuch wert ist das Mutter-Beethoven-Haus, in welchem sich Briefe, Notenhefte und andere Chroniken aus dem Leben des berühmten Komponisten Beethoven befinden. Für Liebhaber der altertümlichen Sachen und Kunstwerke wird auf jeden Fall das Mittelrhein-Museum von großem Interesse sein. Im Rheinmuseum werden den Touristen mittels interaktiver Displays die Prinzipien der Flussschiffahrt veranschaulicht und Schiffsmodelle gezeigt.

Koblenz ist die Stadt, wo man sich gern entspannt und amüsiert. Während des ganzen Frühlings finden verschiedene historische Festivals in der Festung Ehrenbreitstein statt. Im Mai erscheinen zum Koblenz International Guitar Festival Gitarristen in der Stadt . Im Juni findet im Weindorf das Augustas Weinuferfest statt. Im Juli wird dort das Farbrausch Festival und die Koblenzer Horizonte bzw. das Weltkulturfestival veranstaltet. Im August werden Prachtfeuerwerke im Fest «Rhein in Flammen» angezündet.

Feuerwerke, eine der ältesten Festungen Europas, gekühlter Moselwein im Sommer und eine großartige Auswahl an Glühwein im Winter, die zahlreichen angefangenen Touren entlang des Rheins, ruhige Straßen und die Atmosphäre der Romantik – so kann man Koblenz beschreiben. Jeder Tourist wird dort was Interessantes für sich finden und eine einzigartige Harmonie sowie gemütliche Gastfreundlichkeit der Stadt spüren. 

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