Das Würzburger Rathaus steht im Gegensatz zu der Hauptkirche der Stadt: ihre Fassaden sehen übereinander weg. Die Geschichte Würzburgs ist als ein Kampf für die Macht zu bezeichnen. Die einheimischen Bischöfe hatten die Macht über die Stadt fest in ihren Händen. Weshalb der Traum der Stadt, eine Freie Stadt zu werden, nie in Erfüllung ging. Obwohl 1397sich die Hoffnungen der Bürger erfüllen hätten können. Zu jener Zeit war Kaiser Wenzel in der Stadt unterwegs. Auf einem Festabendessen versprach er, die Stadt in den Rang einer freien Stadt zu erheben. Aber einige Tage später nahm Wenzel seine Worte zurück. Die enttäuschten Bürger benannten eine Schänke im Keller des Rathauses nach dem leichtsinnigen Kaiser.
Interessanterweise hat der Rathausturm seinen eigenen Namen – der Grafeneckart. Es ist damit verbunden, dass Graf Eckhart, der Würzburger Herrscher, vor der Tür seines eigenen Hauses 1200 ermordet wurde. Da er in der Stadt sehr populär war, wurde der einzige Turm in Würzburg nach ihm benannt. Nach den anderen Angaben erwarb die Stadtverwaltung den Grafeneckart und verband die zwei Gebäude.