Die wichtigste katholische Kirche in Bonn wurde im 11. Jahrhundert als romanische Stiftskirche St. Cassius und Florentius des Cassius-Stiftes erbaut. Im 13. Jahrhundert wurde die Basilika auf dem mittelalterlichen Wappen von Bonn dargestellt. Am Eingang zur Kathedrale findet man eine riesige Skulptur in der Form von zwei abgetrennte Köpfe in Erinnerung an den Schutzpatronen der Stadt. Und in der Krypta unter der Kirche befindet sich ein Sarkophag mit den Reliquien dieser Heiligen.
Der Bau der Basilika dauerte zwei Jahrhunderte. Während dieser Zeit hat sich das architektonische Erscheinungsbild des Tempels die Eigenschaften von verschiedenen Stilen eingebaut- von der Romanik bis zur Gotik. Im Inneren der Kathedrale bemerkenswert sind die Bronzestatue von St. Helena, Mutter vom Kaiser Konstantin, aus dem 17. Jahrhundert, ein geschnitzter Altar und das Mosaik des 19. Jahrhunderts. Die Gemeindeverwaltung wurde 1961 hergestellt und mit aufwendigen Schnitzereien verziert. Perfekt erhalten geblieben ist auch das sogenannte Gangkreuz – eine geschlossene Galerie, die auf den Hof der Kathedrale führt. Im Kreuzgang aus dem 12. Jahrhundert kann man die alten Gräber von Pfarrern und bedeutender Bürger von Bonn besichtigen. Darüber hinaus bietet es einen ungewöhnlichen Blick auf den Hauptturm der Kathedrale mit der Höhe von 81,5 Metern. Es ist bemerkenswert, dass die Bonner Basilika St. Martin als erste von allen katholischen Kirchen der Welt den Anschluss zum Empfangen der Spenden in Form von elektronischer Zahlung gesetzt hat.