Der Schmalzturm stellt den ältesten erhaltenen Teil der Festungsanlagen in Landsberg am Lech dar. Er wurde bereits im 13. Jahrhundert errichtet und diente damals als Wachturm. Die bunten Dachziegel des Turmes, die alte Uhr sowie auch der Glockenturm blieben sehr gut erhalten. Auf der Fassade des Turmes sind die Einschusslöcher der Kanonenkugeln bzw. die Spuren der Napoleonischen Kriege zu sehen.
Die Geschichte des Turmsnamens ist auch interessant. Im Mittelater befand sich im Durchgang des Turmes eine Art Markt, wo man den Schmalz verkaufte. Wegen der Kälte und dem Schatten der Turmwände blieb der Schmalz sogar in extrem heißen Tagen erhalten und verdarb nicht. Der Schmalzturm ist nur einmal im Monat zur Besichtigung geöffnet. Deswegen ist es sehr empfehlenswert, sich nach den genauen Öffnungszeiten zu erkundigen.