In der Mitte des 17. Jahrhunderts erschien in Erlangen das erste außerhalb Frankreichs errichtete Kirchengebäude der französischen reformierten Flüchtlinge. Dies geschah, als die Hugenotten wegen der religiösen Verfolgung Frankreich verließen und Zuflucht in dieser Stadt fanden. Unglaublich, aber wahr: in der Mitte des 17. Jahrhunderts lebten hier dreimal mehr Franzosen als die Deutschen selbst! Noch interessanter ist die Tatsache, dass der Tempel nicht auf Geld der Hugenotten gebaut wurde, sondern auf die ihnen von Der Markgraf Christian Ernst von Brandenburg-Bayreuth zugewiesenen Mittel. Die Franzosen bauten die Kirche im Barockstil. Es wird angenommen, dass gerade mit dieser Kirche in der Stadt die große Interesse der Deutschen am Barockstil begann.