Die gotische St.-Johannes-Kirche gilt als die älteste katholische Kirche Neumarkts. Der Bau der Kirche war unter der Kontrolle des Pfalzgrafes Johann selbst, welcher zur Regierung von Oberpfalz im Jahre 1410 kam. Dank seinem Engagement wurde der Bau bereits im Jahre 1434 vollendet. Die Besonderheiten des Baus lassen vermuten, dass an den Bauarbeiten zwei Architekten beschäftigt waren. Während der Erste zu den eleganten strengen Formen, was in der Westseite der Kirche zu sehen ist, neigte, bevorzugte der Zweite eher einen gezierten Stil.
Besonderes Interesse erregt der 72 Meter hohe Turm, welcher mit der achteckigen Kuppel gekrönt ist. Er diente damals als ein Wachturm. Bis ins Jahr 1908 lebte dort ein Wächter, der unter anderem darauf aufpassen sollte, dass in der Stadt kein Brand ausbrach und kein Feind sich der Stadt näherte. Vor dem Kircheneingang befindet sich der achteckige Brunnen. In der Mitte des Brunnens ist die Figur St. Georgs, der den Drachen besiegte, installiert. Der Brunnen wurde im Jahre 1984 auf dem Platz der damaligen Kapelle aus dem 19. Jahrhundert, welche auch St. Georg gewidmet war, errichtet.