Im Zentrum von Duisburg ist die Salvatorkirche gelegen - der älteste Tempel der Stadt. Ihre Geschichte kann ab dem 9. Jahrhundert zurückverfolgt werden: die Erwähnung einer hölzernen Kapelle auf dem Gelände gibt es bereits in Quellen vom Jahre 89. Der Bau der heutigen Kirche begann im Jahre 1316. Ausgehend von den Konten in den Archiven der Stadt, war der Initiator der Bau der Deutsche Ritterorden.
Vor allem wurde in der Salvatorkirche die Turmglocke mit der Höhe von 106 Metern gebaut, die seit einiger Zeit als Wachturm verwendet wurde. Abschluss der Bauarbeiten wird auf das Jahr 1415 datiert. Das majestätische Gebäude des Tempels war für eine lange Zeit das höchste Gebäude in Duisburg. Als im Jahre 1563 der Holländer Johann Korpitius den Plan von Duisburg bildete, verwendete er als Aussichtspunkt den Turm der Kirche des Erlösers. Bis zum heutigen Tag erreichte der Tempel nicht in seiner ursprünglichen Form: ein paar große Brände waren der Grund für seine wiederholten Restrukturierungen. Seine Folgen hinterließ auch der Zweite Weltkrieg. Nach dem Krieg dauerte die Wiederherstellung der Kirche 15 Jahre lang. Einige Elemente - zum Beispiel die neogotische Turmspitze, die in den Vorkriegspostkarten und Fotografien zu sehen ist - sind nicht wieder hergestellt worden.
Aber auch ohne sie bleibt die Salvatorkirche eine der schönsten historischen Gebäude in Duisburg. Im Inneren der Kirche befindet sich das Grab des großen Geographen und Kartographen Gerardus Mercator. Von mittelalterlichen Dekorationen sind gotischen Tabernakel und Taufbecken aus dem 15. Jahrhundert, sowie die Kanzel aus dem 16. Jahrhundert im Stil der Renaissance erhalten geblieben. Sehenswert sind die bunten Glasfenster, die nach dem Krieg von den deutschen und israelischen Künstlern geschaffen wurden. Im Jahr 2002 wurde in der Kirche eine schöne neue Orgel der Schweizer Firma Kuhn erstellt.