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Schweinfurt - Stadt der fröhlichen Schweine

Der Name der Stadt Schweinfurt verleitet nicht wenige dazu, seine Herkunft aus den beiden Bestandteilen des Wortes zu erklären: Schweinfurt sei die Stadt, an der eine Furt für Schweine durch den Main geführt habe. Der Name der kleinen Stadt Schweinfurt bedeutet "eine Furt für Schweine". Im Stadtzentrum kann man das lokale Maskottchen sehen – ein kleines Bronzeschwein. Die Traditionelle bayerische Küche ist reich an Spezialitäten aus Schweinefleisch. Ein Spaziergang ist in der Altstadt und im Stadtteil Zürich gut machbar. Dank diesen Orten kann man ein Bild vom mittelalterlichen Europa bekommen.

Schweinfurt ist eine der ältesten Städte in Franken. Sie wurde zum ersten mal in Chroniken im Jahre 740 erwähnt. Damals wurde sie aber Villa Suinfurde genannt. Im 13. Jahrhundert erhielt Schweinfurt das Recht auf eine freie Stadt des Heiligen Römischen Reiches. Die unverzichtbaren Attribute der Stadt kamen zum Vorschein: das Rathaus, die Befestigungsanlage und Stadttore. Im Jahre 1542 war die Mehrheit der Einwohner für eine Kirchreform und wandte sich dem Luthertum zu. Die Feudalherren der Nachbarschaft wandten sich gegen die Stadt, und Schweinfurt wurde schwer verletzt. Die Stadt wurde im Jahre 1615 zurückgewonnen, aber schon bald brach in Europa der Dreißigjährige Krieg aus. Der Verteidiger der protestantischen Kirche der schwedische König Gustav Adolf besaß Schweinfurt, und dadurch rettete er die Stadt vor den katholischen Truppen. Es ist möglich, in Schweinfurt von den Schweden errichtete Bauwerke bis heute zu sehen.

Kurz nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges, haben vier Wissenschaftler in Schweinfurt die sogenannte Akademie Naturae Curiosorum organisiert. Es war eine Mischung aus einem Labor für das Studium der Natur und einem Raum, den später der russische Zar Peter der Große „Kunstkammer“ nannte. Die Akademie existiert noch heute und wird als „die Deutsche Akademie der Wissenschaften“ bezeichnet.  Sie wird auch „Leopoldina“ genannt. Solch einen Namen gab ihr Leopold I, der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Sie ist die älteste wissenschaftliche Einrichtung in Deutschland. Doch am Ende des 19. Jahrhunderts zog "Leopoldina" in eine lebendigere Stadt Halle. Dennoch das Auftreten der Akademie hatte einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Wissenschaft in Schweinfurt. Zum Beispiel, im Jahr 1777 erfand der lokale Chemiker Johann Martin Schmidt das Bleiweiß. Seitdem und fast 250 Jahre lang gilt Schweinfurt als eines der Zentren der chemischen Industrie in Deutschland. Eine bekannte chemische Verbindung, die gegen Nagetieren und Schädlinge eingesetzt wird, und die heute "pariser grün " genannt wird, war einst als "schweinfurter grün" bekannt.

Die wertvollsten Sehenswürdigkeiten von Schweinfurt sind am Marktplatz und in der Nähe zentralisiert.  Der Platz mit alten Häusern und einem Denkmal vom Dichter und Übersetzer Friedrich Rückert, einem der berühmtesten Eingeborenen  von Schweinfurt, gilt als die schönste Ecke der Stadt. Aber am schönsten ist der Marktplatz dienstags und freitags, wenn die örtlichen Bauern ihre Produkte hierher bringen. Immer einen Besuch wert ist das mittelalterliche Rathaus, ein Teil der Stadtmauer und die mittelalterliche Schule, in der noch heute das Stadtmuseum liegt. In der Altstadt ist Zürich sehenswert - ein sorgfältig neu erstelltes mittelalterliches Stadtviertel. Es lohnt sich auch, einen Spaziergang entlang der Küste von Main zu machen, die Promenade von Guterman genannt wird. Guterman war Historiker und Lehrer, ein Eingeborener von Schweinfurt. Und, natürlich, sollte man auf jeden Fall auf dem Hauptplatz der Stadt mit der Bronze-Schwein Statue fotografiert werden, die als Wahrzeichen der Stadt gilt. Reduzierte Kopien werden an allen Souvenirläden verkauft.

Nach der Besichtigung der Sehenswürdigkeiten der Stadt kann man echtes Schwein genießen. Schweinfurt konnte einfach nicht unter ihren kulinarischen Präferenzen keine Spezialitäten aus Schwein haben. Hier ist es auch die traditionelle bayerische Schweinshaxe - "Jax" zu finden, mit einer leckeren Kruste und Schweinekoteletts und gegrillte Würstchen aus Schweinefleisch. Von traditionellen bayerischen Getränken sind sowohl Bier als auch fränkischer Wein der weißen und roten Sorten, beliebt. In einem Café auf dem Platz Georg Wichtermann kann man das günstigste in Deutschland, aber ein sehr leckeres Eis verkosten!

Das gemütliche Schweinfurt bietet einen gemächlichen Spaziergang und Ruhe in ihren Parks, Cafés und Restaurants. Die Stadt ist sehr klein, so dass eine Reise hier mit einem Rundgang durch andere Fränkische Sehenswürdigkeiten kombiniert werden sollte. Zum Beispiel, von einem benachbarten und nicht weniger interessanten Bamberg ist Schweinfurt nur 20 Minuten mit dem Auto getrennt.

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