8 Bilder

Kempten im Allgäu: Abtei, Barock und Fisch aus Iller

Kempten im Allgäu ist - ein Alpenvorland, ein altes Kloster, römische Ruinen und die Gnade der einheimischen Bierhäuser. In der Nähe der Stadt liegen die Resorts der alpischen Landschaften, auch wenn die Stadt selbst ein Resort ist. Darüber hinaus eröffnet sich von der Höhe von 700 Meter über dem Meeresspiegel eine reizvolle Aussicht.

Kempten ist die Hauptstadt der Voralpinen Region Allgäu, die im Südbayern, an der Gesamtgrenze zum Bundesland Baden-Württemberg liegt. Nicht weit entfernt sind der östliche Teil der Schweiz und der Anteil Österreichs an den Alpen. Kempten selbst ist auf einer Höhe von 700 Metern über dem Meeresspiegel gelegen. Dies ist die älteste Siedlung Deutschlands! Erstmals wurde sie im Jahre 50 v.Chr. vom griechischen Wissenschaftler Strabo erwähnt. Im Jahre 15 wurde die keltische Siedlung Kambodunon von Römern erobert und dann Cambodunum umbenannt.

Die Hauptattraktion Kemptens ist die Fürstabtei Kempten. Es war eines der größten Klöster seiner Zeit. Doch während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Kloster zerstört. Die schwedischen Truppen haben sie nicht nur ausgeraubt, sondern auch, als Protestanten, die Katholiken in der Stadt getötet. Als Ergebnis wurde die Stadt tatsächlich in einen katholischen und protestantischen Teil geteilt (sie schlossen sich erst wieder im Jahr 1819 zusammen). An der Stelle des zerstörten Klosters begann im Jahre 1652 der Bau der Basilika St. Lorenz und der Residenz, die später die erste und eine der größten architektonischen Komplexe im Barockstil in Deutschland wurde! Das Gebäude der Residenz beeindruckt mit der riesigen Größe und der luxuriösen Ausstattung - Stuckarbeiten und Deckenmalereien. Ihre Wohnungen gelten als Kopien der Münchner Residenz.

Eine andere wichtige Attraktion in Kempten ist der Rathausplatz. Darauf befindet sich das schneeweiße Gebäude des Rathauses. Es ist nicht sehr groß, aber ist sehr harmonisch. Rund um den Platz sind beeindruckende Wohnsitze vieler Aristokraten, Kaufleute und Mitglieder der verschiedenen Zünfte gelegen. Alle wurden in der Barockzeit errichtet.

In Kempten kann man Spezialitäten der österreichischen und schweizer Küchen finden, aber vor allem, natürlich, Spezialitäten der typisch bayerischen Küche. Das Bier ist ein beliebtes Getränk - von Weißbier bis Helles- und Dunkles Bier.

Zu den beliebtesten Spezialitäten zählen Kartoffelsuppe und Kartoffelsalat. Als Nachspeise gibt es eine Vielzahl von Gerichten mit Schweinefleisch, von Schweinebraten (Stücke von Schweinefleisch in einer dicken Soße mit Knödeln - Kugeln aus Teig oder Kartoffel, im Wasser gekocht oder gedünstet) bis Schäufele -Schweinefleisch in Kartoffelklöße Soße. Und da Kempten an der Iller liegt, werden in Restaurants Fischgerichte serviert: Karpfenfilet oder Forelle mit Salzkartoffeln und Zwiebeln zum Garnieren (Forelle blau). Zum Nachtisch werden hier die "Wiener" Krapfen, befüllt mit Aprikosenmarmelade, bevorzugt, die die beliebtesten in ganz Deutschland, vor allem in Bayern, sind und auch die Prinzregententorte, Biskuitteig mit einem Schokoladenguss überzogen. Nach dem Dessert isst man in Restaurants als Snack oft Allgäuer Bergkäse. Daraus werden wunderbare Nachspeisen mit Kartoffeln zubereitet.

In Kempten werden im Laufe des Jahres viele Feiertage und Feste veranstaltet. Der Höhepunkt der Aktivität ist im Sommer.  Das größte und angeworbene Festival ist der "Jazz-Frühling". Er wird Ende April - Anfang Mai organisiert. Zur Teilnahme kommen hierher weltberühmte Prominente. Die Stadt lockt im Sommer die Gäste mit theatralischen und musikalischen Aufführungen im archäologischen Park "Kambodunum" (APC), mit Live-Rock-Konzerten in Burghalde Open Air und der größten Messe in der Region (Algo Allgäuer Festwoche).

Kempten zählt zu den ältesten Städten Deutschlands. Die Geschichte Kemptens reicht mindestens bis in die Zeit der römischen Eroberung des Alpenvorlandes um 15 v. Chr. zurück. Auf der Burghalde, wo einst die römische Festung war, befindet sich heute das Allgäuer Bürgenmuseum, wo man sich eine historische Ausstellung ansehen kann, die dem Leben in den ländlichen Regionen gewidmet ist. Im archäologischen Park "Kambodunum" sind die Reste der römischen Bäder, der Basilika und des Forums erhalten geblieben.

Das bescheidene und leicht rustikale Kempten entzückt mit einem ruhigen Lebensstil. Beeindruckend sind die Landschaften, wo es scheint, als ob die Zeit langsamer vergeht, als in der Stadt. Um diese Empfindungen zu erleben, gesundes und schmackhaftes Essen zu genießen, lohnt es sich die Stadt zu besichtigen.

mehr anzeigen